Aktuelles - AIM Interim Management

Transformation in unsicheren Zeiten aus Sicht von zwei weltweit führenden Unternehmen, Microsoft und Schindler!

Geschrieben von AIM Interim Management | 29. June 2026

Mit 150 Interim Managerinnen und Manager war der Saal im repräsentativen Hotel Schweizerhof in Bern anlässlich des 24. AIM-Event am 24.6.2025 trotz sommerlicher Temperaturen und Fussball-WM sehr gut besetzt. Stefan Holenstein führte wiederum souverän und gekonnt durch den Abend. Er zeigte auf, wie sich der Markt im Interim Management im Allgemeinen und AIM als Nr. 1 Full Service Provider für Interim Management entwickelt. Er betonte dabei, wie solide sich die Schweizer Wirtschaft hält, trotz der weltweiten wirtschaftlichen und sicherheitspolitischen Spannungen.

Markus Lüscher zeigte in der Folge auf, wie sich AIM für die Zukunft rüstet, wie wichtig die Rezertifizierung nach ISO 9001 in diesem Jahr ist und gut sich die Präsenz in der Westschweiz und im Tessin entwickelt. Stefan Holenstein wie auch Markus Lüscher bedankten sich bei den anwesenden Interim Managern (m/w) für die vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Das Hauptthema des Abends war die Frage, wie zwei in ihrer Branche weltweit führende Unternehmen wichtige Transformationen angehen, insbesondere auch in Zeiten der Unsicherheit. Dazu zeigte sich der erste Referent, Roger Altorfer, GM Customer Success und Mitglied der Geschäftsleitung von Microsoft Switzerland sehr transparent. Er begann mit der Geschichte von Microsoft und stellte die Frage ans Publikum, ob Microsoft mit 51 Jahren ein junges oder altes Unternehmen sei. In der Folge zeigte er auf, was der aktuelle CEO Satya Nadella ab dem ersten Tag verändert hat. «Wir messen heute die Leistung der Mitarbeitenden anhand ihrer Wirkung. Wir möchten, dass sich unsere Mitarbeitenden motiviert und befähigt fühlen, sinnvolle Arbeit zu leisten und sich weiterzuentwickeln.» Des Weiteren legte Altorfer dar, wie wichtig das Verhalten von Führungskräften insbesondere in einer Transformation ist. «Die Mitarbeitenden entwickeln keine Wachstumsmentalität durch Schulungen oder Newsletter. Sie spiegeln das Verhalten ihrer Führungskraft wider. Was die Chefs sagen, wie sie belohnen, was sie ignorieren und worauf sie reagieren ermutigt das Team, es selbst auszuprobieren.»

Genauso erfrischend, emotional und überzeugend präsentierte der zweite Referent, Kurt Haerri, Senior Vice President Global Fulfillment bei Schindler Management AG. Er ist seit bald 40 Jahren bei Schindler, unter anderem war er auch lange in Asien tätig und gilt als grosser China-Kenner. Er sorgte für Erstaunen, als er die Veränderungen der Weltwirtschaft seit 1700 bis heute aufzeigte und dies in Relation zur Nachfrage nach Liften stellte. China stellt mit 69% von der Gesamtnachfrage alle anderen Regionen und Länder in den Schatten. «Die Veränderungen der Preise in unserer Branche sind viel brutaler, als zum Beispiel bei der Milch», sagte er mit einem Schmunzeln und bezugnehmend zu seinem Vater, der Landwirt war. Transparent zeigte er die Preisentwicklung eines Schindler Liftes von 1990 bis 2020 auf. Die Preisreduktion von 85% beeindruckte alle im Saal. Ebenso spannend waren seine Ausführungen zur konkreten Transformation von Schindler in den mehr als 1'000 branch offices weltweit. Dabei präsentierte er die Organisationsformen von verschiedenen Offices in verschiedenen Ländern und betonte, wie schwierig es sei, eine sehr gut funktionierende Organisation in sämtlichen Ländern zu adaptieren.

Kaum spürbar verflog die Zeit, auch während der folgenden Podiumsdiskussion unter Leitung von AIM-Partner Stefan Holenstein. Beide wurden darauf angesprochen, wie sie in der Rekrutierung von Mitarbeitenden mit älteren Fachkräften umgehen. Roger Altorfer beantwortet die Frage nach der Wichtigkeit des Standortes Schweiz: «Sehr wichtig. Und mit der Einführung von KI hat es noch weiter zugenommen. Microsoft hat unter anderem in der Schweiz grosse Entwicklungsteams für KI. Auch dies zeigt die Wichtigkeit des Standortes für Microsoft auf. An Kurt Haerri wurde ebenfalls eine Standort Frage gestellt, nämlich was passieren müsste, dass wieder mehr der Produktion von Schindler wieder in die Schweiz verlagert würde. «Ausser eines kleinen und wichtigen Teiles, welches für die ganze Welt im Tessin hergestellt wird, wird es kaum mehr möglich sein, dass die Produktion inskünftig nicht mehr in China vonstattengehen wird.» Auf der Bühne entstand eine lebhafte Diskussion, welche während des anschliessenden Apéro riche vertieft werden konnte. Beim Networking konnte das hervorragende Catering und der wunderschön eingerichtete Saal im prächtigen Hotel Schweizerhof genossen werden. Sehr sympathisch war, dass beide Referenten auch beim Apéro für Fragen und Diskussionen zur Verfügung standen.

Wir bedanken uns bei Roger Altorder und Kurt Haerri für ihr Engagement und ihren Enthusiasmus und bei allen Gästen für ihr Interesse und ihre geschätzte Teilnahme. Wir freuen uns auf die weitere angenehme und erfüllende Zusammenarbeit.